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Quelle: Freie Presse

 

Junge Theatergruppe 12.06.2018 8 PS in Pechtelsgrün

Ein Denkmal für den Bergbau

Erschienen am 01.12.2018

Auch der letzte der 150 hereingetragenen Stühle war zur Buchvorstellung besetzt.

Auch der letzte der 150 hereingetragenen Stühle war zur Buchvorstellung besetzt. Foto: Silvia Kölbel

Von Silvia Kölbel

Vor 50 Jahre hat der letzte Förderwagen den Schacht in Pechtelsgrün verlassen. Peter Burkhardt stellte nun sein Buch zum Wolframit-Abbau vor. Dabei wurde es eng.

Pechtelsgrün.

Dem frischgebackenen Buchautor Peter Burkhardt aus Irfersgrün gelang eine Punktlandung am Donnerstag im Pechtelsgrüner Gasthof "Zur Sonne": Das Interesse an der Vorstellung seines Erstlingswerkes "Wolframitbergbau in Pechtelsgrün" war groß. Der letzte Förderwagen hatte am 29. November 1968 den Schacht verlassen. Damit endete die 33-jährige Bergbaugeschichte im Dorf. 50 Jahre später lud Burkhardt zur Buchvorstellung ein. Etwa 150 Besucher ließen sich das nicht entgehen.

Der Leipziger Eudora Verlag brachte das Buch heraus. Verleger Ralf Müller war ebenfalls nach Pechtelsgrün gekommen. Ein Rahmenprogramm gestalteten die Pechtelsgrüner Musikanten und die Theatergruppe des Dorfes "8 PS".

Burkhardt, der Irfersgrüner Ortschronist, war über das Thema gestolpert, als er bemerkte, dass viele junge Leute nichts mehr von dem Schacht wissen. Für den gebürtigen Irfersgrüner, der später seine Kindheit und Jugend in Pechtelsgrün verbrachte, ist es wichtig, das Stück Geschichte zu bewahren. Vater und Mutter arbeiteten im Schacht, später Burkhardt selbst: zehn Jahre im Nachfolgewerk, dem VEB Fluss- und Schwerspatbetrieb Lengenfeld.

Mit der Entstehung der Grube verbunden ist der Name des Schullehrers Curt Gerber aus Lengenfeld. Der Hobbygeologe entdeckte auf seinen Streifzügen durch Pechtelsgrün oberirdische Brocken des Mischkristalls und vermutete richtigerweise eine Lagerstätte im Erdinneren. In der Blütezeit der Grube waren knapp 150 Menschen beschäftigt. Eine Drahtseilbahn beförderte das Gestein zur Aufbereitung. "Von der Seilbahn gibt es leider so gut wie keine Fotos", bedauert Burkhardt. Bis zur Schließung im Jahr 1968, als das Vorkommen erschöpft war, förderten die Bergleute mehr als 3000 Tonnen Wolframit zu Tage. Bis in eine Tiefe von 350 Metern hatten sie Stollen getrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste ein Teil der oberirdischen Anlagen neu errichtet werden. Silikose, eine Krankheit, die auch Staublunge heißt, kostete 16 Bergmännern das Leben.

Bisher gab es keine zusammenhängende Dokumentation. Die Recherche war aufwändig. Viele Pechtelsgrüner stellten dem Autor Unterlagen zur Verfügung. Burkhardts Dokumentation stellt die Menschen in den Mittelpunkt, aber auch die Bautätigkeit. Eine neue Siedlung entstand. Neue Buslinien verbesserten die Infrastruktur. Bedeutende Künstler traten im eigens errichteten Kulturhaus auf.

Von dem früheren Glanz ist nicht viel geblieben. Ein Teil der Gebäude fiel der Abrissbirne zum Opfer. Das Kulturhaus ist verwahrlost und verfallen. "Lediglich der Eingangsbereich mit dem Pförtnerhäuschen erinnert noch an das frühere Aussehen des Geländes", so Burkhardt.

Quelle: Freie Presse

 

Pechtelsgrüner räumen in ihrem Ort gründlich auf

Erschienen am 29.04.2019

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Die beiden Neunjährigen Henk und Jonas packten beim Frühjahrsputz tüchtig mit an. Foto: Silvia Kölbel

Von Silvia Kölbel

Bei einer gemeinsamen Aktion fegten die Dorfbewohner am Samstag erst Laub, dann grillten sie und zuletzt besprachen sie noch die Termine für dieses Jahr. Unter anderem ist ein Dorffest geplant.

Pechtelsgrün. Wenn sich die Pechtelsgrüner einmal treffen, dann um gleich mehrere Dinge mit einem Anlauf zu erledigen. So war das am Samstag: Der Dorf-, Jugend und Sportverein (DJSV) hatte gemeinsam mit dem Ortschaftsrat zum Frühjahrsputz mit anschließendem gemeinsamen Grillen und danach zur öffentlichen Mitgliederversammlung des Vereins eingeladen. 35 Pechtelsgrüner zwischen sieben und 80 Jahren fanden sich zusammen, um zuerst einmal den Bolzplatz, das Freizeitgelände und das Bürgerstübel grundhaft zu reinigen.

Ein ganzer LKW füllte sich mit Laub. Auch Kindern halfen mit, darunter Henk Gemeinhardt (9) und sein Vater Lars. Der erklärt: "Wir machen das erste Mal mit. Mein Sohn spielt oft auf dem Bolzplatz und deshalb finde ich es richtig, dass wir uns an den Pflegearbeiten beteiligen.

" Frieder Habermann, der ebenfalls beim Frühjahrsputz half, dehnte die Aktion bis in den angrenzenden Wald aus. Dort hatte er Altreifen entdeckt. "Es ist mir ein Rätsel, warum Menschen einen derartigen Aufwand betreiben, um die Umwelt zu schmutzen. Jeder kann doch bequem legal seinen Müll entsorgen", sagt der Pechteslgrüner

Ortsvorsteherin Birgit Habermann berichtet, dass seit bestimmt 25 Jahren dieser Aufräum-Termin immer an dem Wochenende vor dem Höhenfeuer zu den Aktionen der Dorfgemeinschaft gehört.

Was der DJSV als nächstes plant, erklärte dessen Vorsitzender Holger Stichel: Ganz wichtig, das Dorffest am 15. Juni, wieder mit einer Aufführung der dörflichen Theatergruppe 8 PS und verschiedenen Tanz- und Showeinlagen. "Uns ist es wichtig, dass die Bewohner des Dorfes die Möglichkeit haben, zusammenzukommen und miteinander zu feiern", so Birgit Habermann. Das funktioniere natürlich nur, wenn sich möglichst viele freiwillige Helfer für die Vorbereitung finden. Auf dem Plan von Holger Stichel steht außerdem eine Silvesterparty. Dafür sei das Aufstellen eines Zeltes geplant. "Das könnten wir dann gleich für die Après-Ski-Party im Januar stehen lassen", schlug der Vereinsvorsitzende vor. Die Dorfbewohner sind jetzt schon aufgerufen, sich für die Silvesterparty beim Verein anzumelden. "Wir müssen wissen, ob auch genug Leute Interesse haben, damit sich das Aufstellen des Zeltes auch lohnt", so Stichel. Weitere dörfliche Höhepunkte sind eine Pfingstwanderung, das Höhenfeuer natürlich und ein Fußball-Freizeitturnier in Irfersgrün, an dem sich der Verein beteiligen möchte.

Es gibt aber nicht nur Anlässe zum Feiern, sondern es gibt auch noch etwas zu tun: Überarbeiten möchte der Verein seine Website. Dem Jugendklub sponserte der DJSV einen Fernseher. Außerdem braucht der Bolzplatz ein neues Netz. Der Verein hofft auf Zuschüsse aus dem Stadt-Haushalt.

Den Feuerlöschteich hatten die Dorfbewohner schon in einer gemeinsamen Aktion vor einiger Zeit gereinigt. "Das müssen wir machen wegen der starken Algenbildung. Im Einsatzfall verstopft sonst der Saugkorb", so die Ortsvorsteherin. Die Pechtelsgrüner hatten eigentlich auf den Einbau einer Zisterne gehofft. Weil es für diese Investition mit geschätzten Kosten in Höhe von 280.000 Euro bisher keine Fördermittel gab, muss der offene Teich noch eine Weile seine Funktion erfüllen.

Quelle: Freie Presse

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Diese Website wurde zuletzt aktualisiert 29.04.19